News zum Verbundprojekt SaxMobility II

E-Fahrzeuge im Verbundprojekt SaxMobility II – Mobile Endgeräte als Zugangs- und Abrechnungssystem für Ladeinfrastruktur sowie zur Verknüpfung mit dem ÖPNV

Über das Vorgängerprojekt und das aktuelle Projekt SaxMobility II sind aktuell ca. 70 rein elektrische Fahrzeuge (BEV) bzw. Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung (REEV) im Einsatz. Die Fahrzeuge werden seit ca. 2 Jahren primär in der gewerblichen und kommunalen Flottennutzung in Leipzig Dresden und Umgebungen eingesetzt. Im Rahmen der gewerblichen Flottennutzung stehen die Fahrzeuge den Mitarbeitern der Projektpartner ENSO NETZ GmbH, DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH, Stadtwerken Leipzig GmbH, Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, HTW Dresden und KEMA-IEV GmbH überwiegend über den Fahrzeugpool zur Verfügung. Weitere Fahrzeuge werden aber auch in Abteilungen für spezifische Aufgaben, wie z. B. der Bauleitung, Netzbetreuung, Netzmonteure, Postdienst, Fernmeldetechnik, Baustellenbelieferung und innerbetriebliche Transporte vorgehalten.

Des Weiteren sind aktuell 26 E-Fahrzeuge an externe Unternehmen wie Gewerbetreibende, Kommunen und Institute zur Dauernutzung vergeben. Nutzer sind z. B. die Stadt Leipzig, LTB Leipziger Transport und Logistik Betriebe, , Elektrobildungs- und Technologiezentrum Dresden, Hallo Pizza Dresden, Sächsische Immobilien- u. Baumanagement, Sachsen Solar AG, Helmoltz Zentrum, teilAuto oder die Technischen Werke Delitzsch.

Folgende E-Fahrzeuge kommen im Projekt zum Einsatz:

Opel Ampera, Citroen C Zero, Mitsubishi EV, Renault Kangoo Z.E., Renault ZOE, Nissan Leaf, BMW i3, VW e-up, Smart ed, CitySax (Umbau), Smart (Umbau), Audi A2 (Umbau) und verschiedene E-Roller.

Tag der Elektromobilität_FahrzeugeDSCI0073SWL 2

Um die Erfahrbarkeit der Elektromobilität weiter zu befördern sind die E-Fahrzeuge bei einzelnen Projektpartnern für die private Nutzung durch Mitarbeiter am Wochenende oder zum Feierabend freigegeben. Über den Car Sharing Anbieter teilAuto und das CAMS (Car And More Sharing) an der HTW Dresden werden verschiedene E-Fahrzeuge zur öffentlichen Nutzung bereitgestellt.

Die Tests und die Datensammlung in Verbindung mit der E-Fahrzeugnutzung werden aktuell mit einer neuen Generation Datenlogger fortgesetzt und wissenschaftlich ausgewertet. Im Vordergrund der Begleitforschung stehen technische Analysen, Befragungen zur Akzeptanz bei verschiedenen Nutzergruppen und Kosten-Nutzen-Analysen.

Aus den Ergebnissen der Anwendung der E-Fahrzeuge, die im Projekt bereits über eine halbe Million Kilometer zurückgelegt haben, können schon heute Rückschlüsse auf die Alltagstauglichkeit gezogen werden. So zeigt sich über spezifische Befragungen der Mitarbeiter im Einsatzkontext der E-Fahrzeuge, dass diese nach einer kurzen Gewöhnungsphase akzeptiert werden. Zur optimalen Auslastung der E-Fahrzeuge müssen diese entsprechend ihrer Anwendung in die Fuhrparks integriert werden, was zum einen die Anpassung der Managementsysteme (Fahrzeugbuchung) bedingt und zum anderen Schulungen bzw. Unterweisungen der Nutzer vor der Nutzung der „neuen“ Fahrzeugtechnik notwendig macht. Neben den Untersuchungen zum Flotteneinsatz werden in diesem Kontext auch Ladetechniken weiterentwickelt, die ein Lastmanagement ermöglichen und somit die Einflüsse des Ladens auf das Stromnetz verringern.

Sicher gibt es weitere bekannte Faktoren, die Elektromobilität begünstigen bzw. –hindern, die sich aus jetziger Projektsicht die Waage halten. Die Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen ist aktuell noch nicht immer gegeben (hohe Anschaffungskosten, Restwerte noch nicht absehbar, Ausgleich nur bei sehr hohen Laufleistungen), jedoch tragen die E-Fahrzeuge stark dazu bei, die Emissionen der Fahrzeugflotten zu verringern und die Betriebskosten zu reduzieren.

Elektrofahrzeuge lassen sich in betriebliche Flotten gut integrieren. Voraussetzungen dazu sind, dass die Reichweiten und Ladezeiten zum Einsatzprofil der EV passen, der Zugriff auf Fahrzeuge bei größeren Strecken gewährleistet ist, ausreichend Ladeinfrastruktur vorhanden ist (diese ggf. mit dem Flottenmanagement gekoppelt ist), die Fahrzeugführer gut eingewiesen sind (Klimatisierung und Reichweitenangst) und für die Elektromobilität begeistert werden.

Bei den E-Fahrzeugen sind bisher keine technischen Probleme aufgetreten oder eine Reduzierung der Batterieleistung erkennbar.

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