Labor für „Elektrische Mobilität“ an der HTW hat erste Batterie getestet

Mit einer Untersuchung der Antriebsbatterie des Elektroautomobils CITYSAX wurde als erste wichtige Messung das Fassungsvermögen (speicherbare Energiemenge bzw. Kapazität) geprüft. Der Hersteller der Li-Ionen-Akkumulatoren (ThunderSky Lithium Battery) gibt die Kapazität der verwendeten Zellen (Abb. 1) mit 160 Ah an. Diese Angaben wurden im Labor „Elektrische Mobilität“ der HTW Dresden messtechnisch objektiv untersucht und bestätigt.

Abb 1: 160 Ah Li-Ionen-Zelle (Quelle: www.thunder-sky.com)

Im Versuchsfahrzeug befinden sich 26 Zellen, welche in Serie zu einem Batterieblock verbunden sind. Aus der Abbildung 2 sind die verschiedenen Spannungsverläufe (Entladekurven) der Traktionsbatterie (TB) des E-Fahrzeuges CITYSAX ersichtlich. Jede der Messungen wurde bei der Ausgangsspannung von 95 V gestartet (Batterie vollgeladen) und die TB wurde dabei mit vier verschiedenen Stromstärken belastet (entladen). Nach Beginn der Messung sinkt die Spannung je nach Belastung auf ein niedrigeres Potenzial und nähert sich stetig der Entladeschlussspannung (68 V Summenspannung bzw. 2,65V Zellenspannung – Vorgaben des Umrüsters CITYSAX Mobility GmbH). Die einzelnen Kurven zeigen, dass auch bei sehr hoher Strombelastung eine größere Ladungsmenge entnommen werden kann, als der Batteriehersteller angegeben hat. Das bedeutet, dass die untersuchten Batterien den Herstellerangaben entsprechen bzw. sogar darüber hinaus liegen. Dieses positive Ergebnis sollte aber mit Messungen nach ca. 1 Jahr wiederholt geprüft werden und mit den aktuellen Ergebnissen verglichen werden, um eine verlässliche Aussage über die Produktqualität geben zu können. Weitere Informationen zum Unternehmen Thundersky unter www.thunder-sky.com.

Abb 2: Spannungsverläufe während der verschiedenen Entladevorgänge (Quelle: HTW DD)

Die Abbildung 3 zeigt die aus den verschiedenen Belastungsszenarien der Antriebsbatterie resultierende elektrische Arbeit. Es können also zwischen 13 kWh und 15,5 kWh Energie zum Betrieb des Fahrzeuges tatsächlich genutzt werden.

Abb 3: elektrische Arbeit bei verschiedenen Belastungsszenarien (Quelle: HTW DD)

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